Gesunde Lehre ChristiJesus Christus: Solange ich in der Welt
bin, bin ich das Licht der Welt (Joh.9,5)

Der Traum vom Standbild und den 4 Tieren-Reichen

1. Der Traum vom Standbild des Nebukadnezar

2. Die 4 Tiere-Reiche aus dem Buch Daniel.

1. Der Traum vom Standbild des Königs Nebukadnezar und seine Bedeutung aus dem Buch Daniel 2,29-44.

Vorwort: Dieser Traum ist eine prophetische Schau des herrschenden und der kommenden Weltreiche. Sie beginnt mit dem goldenen Haupt der Statue - dem damals gegenwärtigen Babylon, wie Daniel es auch erläutert: Dan. 2,38 "...Du (Der babylonische König Nebukanezar) bist das goldene Haupt." Es folgen zukünftige Reiche: 2 Reich - silberne Brust, 3 Reich - eherne Bauch und Lenden, 4 Reich - eiserne Schenkel, 5 Reich - teils eiserne, teils aus Ton bestehende Füße.

Ausführliche Auslegung

Gold: Babylon, ab ca. 605 v. Chr. Das babylonische Reich umfasst auch die Zeit Medopersiens, so dass es kein neues Reich darstellt, weil schon die Meder zusammen mit den Babyloniern, das vorherige assyrische Reich eroberten. Auch die spätere Machtergreifung der Meder und Perser in Babylon, geschah den geschichtlichen Quellen zufolge, indem die babylonische Priesterschaft die Perser zum Einmarsch in Babylon aufforderte, so dass sich die Einnahme ungehindert vollzog. Wir haben es also mit einem innerpolitischen Machtwechsel zugunsten der Meder und Perser zutun. Darum nennt die Heilige Schrift dieses Reich auch unter medopersischer Macht weiterhin Babylon. Das erkennen wir an dem Auszug der Israeliten aus Babylon, das bereits von Medern und Persern regiert wurde:
(Esra 8,1) „Folgendes sind die Familienhäupter, die mit mir von Babel heraufzogen zu der Zeit, als der König Artasasta (Perser) regierte." Dass hier mit Babel nicht bloß die Hauptstadt gemeint ist, ergibt sich daraus, dass die Israeliten aus dem gesamten Reich auszogen, was der Ausruf des persischen Königs Kores verdeutlicht: (Esra 1,1-4) "... er ließ ausrufen durch sein Ganzes Königreich auch durch Schrift, und sagen: 2... 3. Wer nun unter euch seines (israelischen) Volks ist, mit dem sei sein Gott, und er ziehe hinauf gen Jerusalem ... 4. Und wer noch übrig ist an allen Orten ..." Dementsprechend werden auch medische und persische Könige als babylonische Könige bezeichnet: (Nehem. 13,6) "... im zweiunddreißigsten Jahr Artasastas, des Königs zu Babel ..." (Esra 5,13) "... im ersten Jahr des Kores, des Königs zu Babel ..." Der Ausdruck "zu Babel" meint also das ganze Reich, denn sonst würde es bedeuten, dass die Könige nur Könige der babylonischen Provinz des Reiches gewesen sind. Übereinstimmend hiermit lesen wir: (Dan. 9,1): "...Darius (Meder), der zum König über das Reich der Chaldäer gemacht worden war." Chaldäer sind Babylonier. Somit ist Medopersien nur eine Weiterführung des babylonischen Reiches.

Silber: Griechenland. Etwa 333-331 v. Chr. ereignet sich der Siegeszug Alexanders des Großen über Babylon. Die Bibel sagt: Dieses Reich ist geringer als das Erste (Dan. 2,39).  Grund: Griechenland hatte nicht die Ausbreitung wie Medopersien. Außerdem zerfiel es recht schnell in 4 Teile. Es war kein gestandenes Reich. Würden wir jetzt annehmen, dass das zweite Reich Medopersien sei, so stünden wir im Widerspruch mit dem Wort Gottes, denn Medopersien war gegenüber Babylon größer, überlegener und reicher.

Kupfer (ehern): Rom. Seine Zeit beginnt ab ca. 31 v. Chr. (Dan. 2,39) "...herrscht über alle Lande." Stimmt überein: Rom herrschte lange Zeit von Ägypten bis England, und von Spanien bis zum schwarzen Meer. Das Kupfer steht hier sinnbildlich für die Verwendung von Bronze (Kupfer + Zinn) im röm. Reich. Daher endete auch die Bronzezeit mit dem Zerfall Roms.

Eisen: Christliche Zeit. Im 4- 5 Jh. n.Chr. wird Rom christlich, zerfällt jedoch durch Angriffe der Barbaren. Es entsteht das christlich-byzantinische Reich mit Zentrum in Konstantinopel. Die christliche Zeit umfasst jedoch weit mehr als nur das bysantinische Reich. So lesen wir in Dan. 2,40: "...so stark wie Eisen...", weil alle Völker Europas christlich werden. Der Kraft des Нeiligen Geistes kann nichts widerstehen. Götzen, heidnische Kulturen, Aberglaube der Völker weichen und fallen vor diesem "Eisen", welches sie alle zermalmt und zerschmettert. Mit dem Niedergang des heidnischen Roms und mit dem Aufgang der christlichen Zeit beginnt auch die breite Verwendung des Eisens, was wiederum sinnbildlich die Epoche bestätigt. 

Ton und Eisen: Die Zeit des Abfalls. Durch die uneinige und zersplitterte Christenheit kann sich allmählich die Aufklärung - ein Blendwerk, um die Völker von Gott wegzuführen - behaupten. Humanismus und Christus-fremde Philosophien kommen auf. Es folgen kommunistisch- antichristliche Revolutionsbewegungen z. B. in Frankreich, später Russland und in anderen Ländern. Die Mächte Europas werden zunehmend atheistisch. Das Christentum wird von antichristlicher jüdisch-freimaurerischer Doktrin (z.B. Gleichstellung aller Religionen; statt der christlichen eine humanistische Gesetzgebung usw.) ersetzt und unterwandert. Ergebnis: Europa ist kulturell und religiös gemischt.
Eisen – christlicher Glaube. Ton – Heidentum, welches nicht nur eine Vielgötterei wie der Buddhismus oder Hinduismus ist, sondern alles das, was nicht erretten kann. So z.B. auch das nachchristliche Judentum, oder der Islam, sowie der moderne Atheismus. Dass das Eisen den christlichen Glauben und der Ton das Heidentum verkörpert, wird aus den verheißenden Worten Jesu deutlich:
"... wer überwindet... 27. ... soll sie (die Heiden) weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines Töpfers (aus Ton) soll er sie zerschmeißen" (Offb. 2,26-27)
Über Jesus sagt die Bibel: "Und Er wird sie weiden mit eisernem Stabe." (Offb. 19,15)

Die Verse aus Dan. 2,43 bringen somit die Vermischung dieser Elemente, also des christlichen Glaubens und des Heidentums, in der endzeitlichen Welt durch den Glaubensabfall deutlich ans Licht: "Daß du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, daß sie sich zwar mit Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen und Ton nicht vermischt."

Der alles zerstörende Stein:
Die Wiederkunft Christi setzt diesen Reichen ein Ende und es beginnt das tausendjährige Reich (Dan. 2,44-45). Nun wenden einige ein, es könne nicht sein, dass Christus auch das Eisen - Christentum - zerstört. Diese Reiche tragen jedoch alle den Stempel der menschlichen Unvollkommenheit. Auch das Christentum, gerade weil es zu dieser Vermischung mit dem Ton - Heidentum - kam. Das kommende Reich Gottes ist aber vollkommen.

 

2. Daniels Traum von den vier Tieren – Weltreichen, Daniel  7,1-8, 17-26

Vorwort:  Einige behaupten, dass die 4 Tiere - sprich Reiche - nach Dan. 7 mit dem babylonischen Reich beginnen: Löwe stünde also für Babylon. Doch das stimmt nicht. Daniel wurde nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft gezeigt. Der Engel erklärte Daniel: (Dan. 7,17) „Diese vier großen Tiere sind vier Reiche so auf Erden kommen werden.“ Für Daniel war Babylon ganz sicher keine Zukunft mehr.  Daher ist das erste Tier, der Löwe, Griechenland. Dies lässt sich auch aus der Beschreibung des Tieres ersehen.

                                              Ausführliche Auslegung

                                                               Löwe

In Dan. 7,4 steht: "...Und hatte Flügel wie ein Adler" - Sinnbild für die Schnelligkeit der Eroberungen Alexanders des Großen.

Das entscheidende Merkmal – die Menschwerdung: (Dan. 7,4)
"Und es
(Der Löwe) ward von der Erde aufgehoben, und es stand auf zwei Füßen wie ein Mensch, und ihm ward ein menschlich Herz gegeben" Tier ist allgemein ein Sinnbild des Raubes, der Wilde, eben der Gottlosigkeit, z. B. auch das Tier mit den zehn Hörnern. Menschwerdung ist hiergegen Sinnbild für das Erlangen des Heils, der Wohlgefälligkeit vor Gott, besonders wenn gesagt wird: „....ihm ward ein menschlich Herz gegeben.“ Das tierische Herz wurde somit genommen und ein menschliches, also gläubiges, von Gott gegeben. Damit war die große Erweckung, die Christianisierung Griechenlands, durch die Mission des Apostels Paulus, prophezeit. Auch geschichtlich ist Griechenland allgemein-christlich geblieben. Somit ist Löwe - Griechenland.

                                                                Bär

In Dan. 7,5 ist gesagt: „Und siehe, das andere Tier hiernach war gleich einem Bären und stand auf der einen Seite....“ Die Aussage „..stand auf der einen Seite...“ ist ein deutlicher Hinweis auf Rom. Denn nur Rom stand auf der westlichen Seite des Mittelmeeres. Im Vergleich dazu waren Babylon, Griechenland, Assyrien oder Ägypten auf der gegenüberliegenden süd-östlichen Mittelmeerseite.

Des Weiteren berichtet die Bibel: (Dan. 7,5) „Und man sprach zu ihm (Dem Bären): steh auf und friß viel Fleisch.“ Dies weist auf die unzähligen Eroberungen, Unterwerfungen und das lange Beherrschen vieler Völker des röm. Reiches hin. Kein Reich behielt so lange Macht über viele Völker. Bär ist Rom.

                                                              Panther

Konstantin der V. (röm. Kaiser) bekennt sich zum Christentum und verlagert ca. 330 nach Chr. das Machtzentrum in die später nach ihm benannte Stadt Konstantinopel. Im Laufe der nächsten zwei Jahrhunderte zerfällt Rom unter ständigen Einbrüchen der Barbaren. In der Osthälfte des römischen Reiches entsteht nun das christliche griechisch- byzantinische Reich. Dieses byzantinische Reich gliedert sich in vier Patriarchate, wo jeweils ein Patriarch das Oberhaupt ist. Die Patriarchen haben geistliche aber auch politische Macht, daher entsprechen sie den 4 Köpfen des Panthers: (Dan. 7,6) „...das Tier hatte 4 Köpfe...“ Die 4 Patriarchate: 1. Jerusalemer Patriarchat;  2. Patriarchat Konstantinopels;  3. Patriarchat Antiochiens;  4. Patriarchat Alexandriens. Dieses Reich wird weniger blutrünstig und schrecklich beschrieben:
(Dan. 7,6) "... (es) hatte vier Flügel wie ein Vogel (kein Raubvogel) ... und ihm ward Gewalt gegeben." Der Grund hierfür ist die allgemeine Abmilderung des Menschen im bysantinischen Reich durch den christlichen Glauben. Und doch symbolisiert dieses Reich ein Raubtier. Denn jede irdische Macht, selbst wenn sie christlich geprägt ist, hat ihre räuberischen Züge. So nutzten die Mächtigen auch hier ihre Gewalt, um sich zu bereichern und um zu unterdrücken.

                                                             Schreckliches Tier

Dieses Tier, das wir auch aus der Offenbarung Kap. 13 kennen, erwächst aus dem Judentum. Die geheime jüdische Unterwanderung der bestehenden Mächte begann bereits im Mittelalter, bzw. noch früher. Der Reformator Luther schrieb im 16. Jh. nicht umsonst über die Juden, dass sie durch Wucher und Geldgeschäfte zur Macht über die Völker streben. Es „fraß um sich und zermalmte“ (Dan. 7,7). Genau das verwirklichten seine humanistisch-antichristlichen Revolutionen überall, wo sie entflammten. Zum Beispiel in Frankreich im Jahre 1789, in Russland im Jahre 1917 sowie in vielen anderen Ländern: China, Kambodscha, Kuba, südamerikanische und afrikanische Staaten. Das Ziel war - die neue Weltordnung.

Den Revolutionen ging eine humanistisch-sozialistische und antichristliche Propaganda-Saat voraus, um die Völker zur Rebellion gegen bestehende, in Europa allgemein-christliche, Regierungen zu erheben. Wo es keine Revolution gab, gelang die Machtübernahme durch leises Handeln hinter den Kulissen und Finanztricks (z.B. Amerika). Das Ergebnis sind unchristliche Mächte und Gewalten der heutigen westlichen Welt. Das Tier lässt sich durch seine schleichend sozialistische, allvereinende Doktrin in der Religions-, Politik-, und Finanzwelt heute schon erkennen. Jüdisch- freimaurerische Eine-Welt-Planer errichten ihr Reich, das, wie geschrieben steht in Dan. 7,7 „das Übrige zertritt mit seinen Füßen“. Erinnern wir uns an die Revolution in Russland, die die Kirche und den Rest des christlichen Glaubens zertrat und verfolgte.

Heute, bereits im Verborgenen regierend, wirkt das Tier durch die antichristliche Mediensaat und Gesetze wie z.B. Gleichstellung aller Religionen, Vorantreiben des Feminismus, Unterstützung sexueller Minderheiten, um die Familie und die restlich-christliche Gesellschaft zu zertrümmern. Ebenso wird unsere Gesellschaft durch künstlich erzeugte Wirtschaftskrisen und kulturelle Durchmischung mittels Einwanderung zersetzt. Die völlig an die Wand gefahrenen Völker sollen dann aus ihrer Verwirrung und Desorientierung unter die Weltmacht des Antichristen geführt werden.

Mit „das Übrige“ ist die restliche Christenheit und der christliche Überrest der Israeliten gemeint, der in der Zukunft durch die Drangsal dieses antichristlichen Reiches gehen wird.

Das Tier ist also das wieder aufkommende Christus-feindliche Israel als Weltreich und Weltrepublik der Völker.

Betrachten wir dazu das Tier aus dem Meer (Offenbarung 13,2)

„Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen....“

Warum gleicht dieses erste Tier einem Panther, hat Bärenfüße und einen Löwenrachen?

All das sind Eigenschaften der vergangenen Reiche, von denen das letzte, vierte Tier gelernt und ihre Stärken einverleibt hat.

Pantherform – Stärken des byzantinischen Reiches
Bärenfüße – Stärken Roms
Löwenrachen – Stärken des antiken Griechenlands.

Warum hat das schreckliche Tier eherne Klauen an den Füßen?
Daniel 7,19: „...das vierte Tier, das ......eherne Klauen hatte“

Diese ehernen Klauen an den Füßen symbolisieren eine bestimmte Wesensgleichheit dieses Tieres mit Rom. Denn im glänzenden Standbild (Dan. 2,39) ist das eherne Reich das römische Reich.

Wir sehen also: Wie das Schreckliche Tier römische Füße hat, so hat auch das erste Tier aus dem Meer Bärenfüße, also römische Füße, weil Bär nach Dan. 7,5 Rom ist. Ist ja auch logisch, dass sie dieselben Füße haben. Denn das Schreckliche Tier in Daniel 7,19 und das erste Tier in Offenb. 13,2 stellen dasselbe Reich dar.

Das belegt wiederum, dass folgende Auslegung zum Standbild (Dan. 2,31-43) richtig ist:

Gold - babylonisches / persisches Reich
Silber - antikes griechisches Reich
Ehern/Kupfer - römisches Reich
Eisen - christliche Zeit / Reich
Ton-Eisen - teils christliches, bis antichristliches Reich

Wie auch die Auslegung zu den 4 Tieren – Reichen (Daniel 7,3-8).

Löwe - Griechenland
Bär - Rom
Panther - Byzantinisches Reich
Schreckliches Tier - Zionistisches Weltimperium